Grundlagen

Statiker und Prüfstatiker: Was ist der Unterschied?

Kanteplan Redaktion

Bauplanung + Ingenieure

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Grundlagen

Beim Bauen gilt das Vier-Augen-Prinzip: Der Statiker plant und rechnet, der Prüfstatiker kontrolliert unabhängig. Beide Rollen zu verstehen hilft, das Genehmigungsverfahren richtig einzuplanen.

Was der Statiker macht

Der Statiker, genauer Tragwerksplaner, wird vom Bauherrn beauftragt. Er entwickelt das Tragsystem, führt die statischen Berechnungen durch und erstellt die Ausführungsunterlagen. Er ist Teil des Planungsteams und arbeitet eng mit Architekt und Fachplanern zusammen.

Was der Prüfstatiker macht

Der Prüfingenieur für Standsicherheit ist staatlich anerkannt und unabhängig. Er kontrolliert die eingereichte Statik im Auftrag der Baurechtsbehörde: Sind Lastannahmen, Rechenwege und Konstruktion plausibel und normgerecht? Erst mit seinem Prüfbericht wird die Statik im Verfahren wirksam.

Wann geprüft wird und wann nicht

Ob eine Prüfung erforderlich ist, hängt von Gebäudeklasse und Schwierigkeitsgrad ab. Einfache Vorhaben kommen in Baden-Württemberg teils ohne externe Prüfung aus, größere Wohn-, Büro- und Sonderbauten grundsätzlich nicht. Ihr Statiker sagt Ihnen vorab, was für Ihr Projekt gilt.

Warum das Zusammenspiel zählt

Ein erfahrener Tragwerksplaner liefert prüffähige Unterlagen, die Rückfragen minimieren, und beantwortet die Anmerkungen des Prüfingenieurs zügig. So bleibt das Verfahren im Takt. Beide Rollen sind keine Konkurrenz, sondern doppelte Sicherheit für den Bauherrn.

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